Behandlungen & Körperarbeit

K.O.R.E. Reset

Das K.O.R.E.-System verbindet Körperwahrnehmung, Muskelfunktion und Nervensystem zu einem ganzheitlichen Ansatz.

Durch gezielte Testverfahren und individuelle Behandlungstechniken werden körperliche Spannungsmuster erkannt und der Körper dabei unterstützt, wieder mehr Balance, Beweglichkeit und Regulation zu entwickeln.

Dabei steht das Zusammenspiel von Körper, Geist und innerem Wohlbefinden im Mittelpunkt. Die Behandlung unterstützt den natürlichen Umgang des Körpers mit Belastungen und fördert ein verbessertes Körpergefühl, mehr Stabilität und Lebensqualität.

K.O.R.E. steht für:

Kinaesthetic
Wahrnehmung von Bewegung, Körperlage und Spannung im eigenen Körper

Optimum
Ausrichtung auf ein optimales Zusammenspiel der Körperfunktionen

Recovery
Regeneration, Erholung und Wiederherstellung von Balance

Enhancement
Unterstützung von Entwicklung, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden

Therapieform

Im K.O.R.E.-System betrachten wir den Körper als ganzheitliches Zusammenspiel verschiedener Strukturen und Funktionen. Bestimmte Bereiche des Bewegungsapparates können dabei eine wichtige Rolle für Haltung, Spannung und körperliches Wohlbefinden spielen.

Wenn dieses Zusammenspiel aus dem Gleichgewicht gerät, können unterschiedliche Spannungsmuster und Beschwerden entstehen, die auf den ersten Blick nicht miteinander verbunden erscheinen.

Daher liegt der Fokus zunächst darauf, zentrale körperliche Strukturen wahrzunehmen und wieder in eine bessere Balance zu bringen. Aufbauend darauf können individuelle Themen wie Bewegungsabläufe, Spannungen oder weitere körperliche Zusammenhänge gezielt begleitet werden.

Das Ziel ist es, den Körper in seiner natürlichen Regulation zu unterstützen und neue Stabilität, Beweglichkeit und Wohlbefinden zu fördern.

Lösungstechniken

Im K.O.R.E.-System arbeiten wir mit gezielten Muskelfunktionstests, um körperliche Zusammenhänge, Spannungsmuster und individuelle Reaktionen des Körpers wahrzunehmen.

Diese Tests dienen dazu, Hinweise auf mögliche Dysbalancen zu erkennen und die Behandlung gezielt auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen.

Durch die Kombination aus Testverfahren und sanften Behandlungstechniken wird der Körper dabei unterstützt, wieder mehr Balance, Beweglichkeit und Regulation zu entwickeln.

Besonderheiten

Ganzheitliche Betrachtung des Körpers
Das K.O.R.E.-System unterstützt dabei, individuelle Körperreaktionen wahrzunehmen und die Behandlung auf die persönlichen Bedürfnisse abzustimmen.

Holistic Reset

Der Psoasmuskel bildet gemeinsam mit dem Iliacusmuskel den wichtigen Hüftbeuger. Er spielt eine zentrale Rolle bei Bewegung, Haltung und Stabilität – insbesondere beim Gehen, Laufen, Tanzen und vielen alltäglichen Bewegungsabläufen.

Durch langes Sitzen befindet sich der Psoas häufig über längere Zeit in einer verkürzten Position. Auch einseitige Belastungen, Bewegungsmangel und körperliche Anspannung können Einfluss auf seine Beweglichkeit und sein Zusammenspiel mit anderen Körperstrukturen haben.

In Bewegungskonzepten wie Yoga, Pilates und gezieltem Training wird deshalb Wert auf ein ausgewogenes Zusammenspiel von Dehnung, Kräftigung und Mobilität des Psoas- und Iliacusbereichs gelegt – ebenso wie auf die Verbindung zu umliegenden Strukturen wie dem Piriformis und den tiefen Faszienzügen.

Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Fascia thoracolumbalis, einem wichtigen Faszienbereich, der den Rücken, das Becken und weitere Körperregionen miteinander verbindet. Sie steht in enger Verbindung mit Haltung, Körperspannung und Bewegungskoordination.

Belastungen wie anhaltender Stress, eingeschränkte Atmung oder dauerhaft erhöhte Körperspannung können das Zusammenspiel von Muskeln, Faszien und Nervensystem beeinflussen. Eine bewusste Regulation und ein ausgewogenes Körpergefühl können helfen, wieder mehr Leichtigkeit, Beweglichkeit und Balance zu entwickeln.

Welche Symptome können auftreten?

Unser Körper arbeitet als Einheit. Bereits kleine Veränderungen im Bewegungsapparat können Einfluss auf Haltung, Bewegung und das Zusammenspiel verschiedener Körperbereiche haben.

Eine Beinlängendifferenz kann dazu führen, dass der Körper Ausgleichsbewegungen entwickelt. Dabei können sich Becken, Wirbelsäule und die gesamte Körperhaltung anpassen, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

Mögliche Auswirkungen können sein:

  • ein verändertes Haltungs- und Bewegungsmuster
  • Spannungen im Rücken-, Hüft- und Beckenbereich
  • Beschwerden beim Stehen, Gehen oder bei längerer Belastung
  • chronische Verspannungen im Rückenbereich
  • Kopf- oder Kieferbeschwerden durch muskuläre Spannungsmuster

Besonders der Übergang zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein sowie der Beckenbereich können durch veränderte Belastungen stärker beansprucht werden. Auch die Iliosakralgelenke (ISG) spielen dabei eine wichtige Rolle, da sie die Verbindung zwischen Kreuzbein und Becken bilden.

Das Ziel einer ganzheitlichen Betrachtung ist es, mögliche Zusammenhänge im Körper zu erkennen, Spannungsmuster auszugleichen und den Körper dabei zu unterstützen, wieder mehr Stabilität, Beweglichkeit und Balance zu entwickeln.

Ursachen und Formen der Beinlängendifferenz

Unterschiedliche Beinlängen können verschiedene Ursachen haben und werden grundsätzlich in zwei Formen unterschieden:

Anatomische / strukturelle Beinlängendifferenz

Bei dieser Form unterscheiden sich die Knochen tatsächlich in ihrer Länge. Die Ursache kann angeboren sein oder im Laufe des Lebens entstehen, beispielsweise durch Entwicklungsstörungen, Verletzungen oder Veränderungen am Knochen.

Funktionelle Beinlängendifferenz

Hier liegt keine tatsächliche unterschiedliche Knochenlänge vor. Vielmehr können muskuläre Spannungen, Bewegungseinschränkungen, Fehlhaltungen oder veränderte Gelenkstellungen dazu führen, dass ein Bein im Bewegungsmuster unterschiedlich wirkt.

Der Körper versucht, solche Unterschiede häufig durch Anpassungen auszugleichen. Dabei können sich Haltung, Beckenstellung und Bewegungsabläufe verändern.

Eine angeborene Beinlängendifferenz kann durch verschiedene Entwicklungsfaktoren entstehen. Eine erworbene Form kann unter anderem durch Unfälle, Verletzungen, Operationen, längere Immobilität oder einseitige Belastungen beeinflusst werden.

Auch nach Abschluss des Wachstums bleiben bestehende Anpassungsmuster des Körpers häufig bestehen. Deshalb kann eine ganzheitliche Betrachtung helfen, Zusammenhänge zwischen Haltung, Bewegung, Muskulatur und Körperbalance besser zu verstehen.

Therapie

Im Bereich der Beckenschaufel wird gezielt mit dem Iliacus- und Psoasmuskel (Hüftbeuger) gearbeitet. Durch spezielle Behandlungstechniken werden Spannungsmuster gelöst und die Beweglichkeit dieser zentralen Strukturen unterstützt.

Ziel ist es, das Zusammenspiel von Muskulatur, Becken und Bewegungsapparat wieder besser auszubalancieren und den Körper in seiner natürlichen Regulation zu begleiten.

Übungen für Zuhause

Mobilisation des Hüftbereichs (rechts und links)

Ausgangsposition

  • Auf dem Rücken liegen, möglichst auf einer festen Unterlage (z. B. Gymnastikmatte oder Boden).
  • Das gegenüberliegende Bein und den gegenüberliegenden Arm zusammenführen:
    • rechtes Bein mit linkem Arm
    • linkes Bein mit rechtem Arm
  • Das angehobene Bein bildet dabei ungefähr einen 90°-Winkel.

Durchführung

Stellen Sie sich die Bewegungsrichtungen wie eine 4-Gang-Schaltung vor.

Führen Sie das Bein langsam und kontrolliert in die folgenden Richtungen:

  1. Schräg nach oben und nach außen
  2. Richtung Bauchnabel
  3. Richtung Füße und leicht nach innen
  4. Richtung Füße und leicht nach außen

Bewegen Sie sich nur bis zu dem Punkt, an dem ein leichter Zug oder eine Spannungsveränderung spürbar wird. Schmerz sollte dabei vermieden werden.

Vertiefung

Bleiben Arm und Bein verbunden, können anschließend kleine, langsame Drehbewegungen ausgeführt werden.

Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf jene Bewegungsrichtungen, die sich eingeschränkt oder gespannt anfühlen. Die Bewegungen erfolgen sanft und kontrolliert.

Dauer

  • 2 bis 5 Minuten pro Seite

Ziel der Übung

Die Übung unterstützt die Wahrnehmung von Beweglichkeit und Spannungsmustern im Bereich von Hüfte, Becken und Beinachse und fördert die Mobilität der umliegenden Muskulatur.


Ergänzende Selbstbehandlung der Hüftmuskulatur

Ein Tennisball, eine Faszienkugel oder ein geeignetes Massagegerät kann verwendet werden, um verspannte Bereiche der seitlichen Hüftmuskulatur sanft zu bearbeiten.

Dabei wird der Druck individuell angepasst und mit langsamen Bewegungen kombiniert.

Wichtig: Die Anwendung sollte stets angenehm bleiben und keine starken Schmerzen verursachen.


Handtuchübung

Ausgangsposition

  • Auf dem Rücken liegen, möglichst auf einer festen Unterlage.
  • Ein Handtuch um den oberen Oberschenkel nahe der Leiste legen.
  • Die Enden des Handtuchs mit beiden Händen festhalten.
  • Das Bein befindet sich in einer entspannten Position mit etwa 90° Hüftbeugung.

Durchführung

  • Ziehen Sie das Handtuch sanft und gleichmäßig in Richtung Oberkörper.
  • Gleichzeitig streckt das Bein kontrolliert in die entgegengesetzte Richtung.
  • Es entsteht ein angenehmes Gefühl von Länge und Raum im Hüft- und Beinbereich.

Wiederholungen

  • 4 langsame Wiederholungen pro Seite
  • Bewegungen bewusst und ohne Kraftaufwand ausführen

Ziel der Übung

Die Handtuchübung unterstützt die Mobilität des Hüftbereichs und fördert das Zusammenspiel von Becken, Hüfte und Bein.


Kiefer Reset

Das Kiefergelenk ist ein wichtiger Bestandteil des Zusammenspiels von Körperhaltung, Muskulatur und Nervensystem. Durch seine Verbindung mit Kopf, Wirbelsäule und Bewegungsapparat kann sich die Spannung im Kieferbereich auf verschiedene Körperbereiche auswirken.

Stress, innere Anspannung oder muskuläre Dysbalancen können zu erhöhten Spannungsmustern im Kieferbereich beitragen. Eine entspannte und ausgewogene Kiefermuskulatur unterstützt ein harmonisches Zusammenspiel von Bewegung, Haltung und Körperwahrnehmung.

Im Kiefer Reset steht die Regulation der Kiefermuskulatur und das Zusammenspiel mit dem Nervensystem im Mittelpunkt. Ziel ist es, Spannungen bewusst wahrzunehmen, den Körper in seiner Balance zu unterstützen und die Verbindung zwischen Kiefer, Haltung und Wohlbefinden zu fördern.

Eine besondere Rolle spielt dabei der Trigeminusnerv (5. Hirnnerv), der wichtige sensorische und motorische Funktionen im Bereich des Kopfes und der Gesichtsmuskulatur übernimmt.

Welche Auswirkungen kann ein Unfall, Sturz oder Trauma haben?

Ein Sturz, Unfall oder eine körperliche Belastung kann das Zusammenspiel von Muskeln, Gelenken und Nervensystem beeinflussen. Besonders der Kieferbereich steht über komplexe Nervenverbindungen mit verschiedenen Regulationssystemen des Körpers in Verbindung.

Der Trigeminusnerv (5. Hirnnerv) spielt dabei eine wichtige Rolle, da er Informationen aus dem Gesichts- und Kieferbereich verarbeitet und mit weiteren Bereichen des Nervensystems verbunden ist.

Bei Stress oder nach traumatischen Ereignissen kann der Körper Schutz- und Spannungsmuster entwickeln. Dabei können unter anderem die Kaumuskulatur, der Nackenbereich, die Wirbelsäule und das Becken stärker angespannt reagieren.

Solche Spannungsmuster können über längere Zeit bestehen bleiben und sich beispielsweise durch Kieferanspannung, eingeschränkte Beweglichkeit oder ein verändertes Körpergefühl zeigen.

Der Kiefer Reset unterstützt dabei, diese Zusammenhänge wahrzunehmen, Spannungen zu regulieren und das harmonische Zusammenspiel von Kiefer, Haltung und Nervensystem zu fördern.

Wie hilft Holistic Kiefer Reset?

Der Holistic Kiefer Reset betrachtet den Kiefer als wichtigen Bestandteil des Zusammenspiels von Muskulatur, Haltung und Nervensystem.

Durch gezielte Techniken wird die Kiefermuskulatur entspannt und das natürliche Gleichgewicht im Kieferbereich unterstützt. Da der Kiefer eng mit Stressverarbeitung, Körperhaltung und Wahrnehmung verbunden ist, können sich Spannungsmuster häufig im gesamten Körpersystem zeigen.

Eine erhöhte Spannung der Kiefermuskulatur kann das Zusammenspiel von Kopf, Nacken und Bewegungsapparat beeinflussen. Dabei spielt das Keilbein (Os sphenoidale) als zentraler Knochen im Schädelbereich eine besondere anatomische Rolle innerhalb der Schädelstruktur.

Durch die bewusste Regulation und Balance der Kiefermuskulatur wird der Körper dabei unterstützt, Spannungen besser auszugleichen und ein harmonischeres Zusammenspiel von Kiefer, Haltung und Nervensystem zu entwickeln.

Viele Menschen erleben den Kiefer Reset als wohltuend bei Spannungsgefühlen im Kieferbereich sowie im Zusammenhang mit Kopf-, Nacken- oder allgemeinen muskulären Beschwerden.

Holistic Kiefer Reset kann unterstützen bei:

  • eingeschränkter Mundöffnung und Spannungsgefühlen im Kieferbereich
  • häufigem Zähnepressen oder Zusammenbeißen der Zähne
  • Verspannungen im Hals-, Nacken- und Schulterbereich
  • Kiefergelenk-Beschwerden und Spannungsmustern
  • Kopf- und Spannungsschmerzen
  • Gesichtsanspannungen und muskulärer Überlastung
  • stressbedingten Spannungsmustern
  • Erschöpfung und dem Gefühl von innerer Anspannung
  • Konzentrations- und Wahrnehmungsschwierigkeiten
  • körperlichen Reaktionen nach Belastungen, Unfällen oder traumatischen Ereignissen

 

Fasizien Mobilisation

Faszien sind ein fein vernetztes Gewebe, das den gesamten Körper durchzieht und Muskeln, Gelenke und Organe miteinander verbindet. Sie unterstützen Beweglichkeit, Haltung und das Zusammenspiel verschiedener Körperstrukturen.

Durch Stress, einseitige Belastungen, Verletzungen oder eingeschränkte Bewegungsmuster können Spannungen im Fasziensystem entstehen. Dies kann sich auf Beweglichkeit, Körpergefühl und die allgemeine Balance auswirken.

Die Faszien Mobilisation unterstützt dabei, Spannungsmuster wahrzunehmen und die Gleitfähigkeit sowie Beweglichkeit des Gewebes zu fördern. Mit gezielten Techniken wird das Zusammenspiel von Faszien, Muskulatur und Nervensystem begleitet.

Im Mittelpunkt steht ein ganzheitlicher Ansatz: Der Körper wird dabei unterstützt, wieder mehr Leichtigkeit, Bewegungsfreiheit und Regulation zu entwickeln.

Faszien Mobilisation – für ein freieres Körpergefühl, mehr Beweglichkeit und eine bessere Verbindung zwischen Körper und Bewegung.

Stress & Nervensystem Balance

Unser Nervensystem steuert viele Prozesse im Körper und beeinflusst, wie wir mit Belastungen, Anspannung und Erholung umgehen. Im Alltag können Stress, Zeitdruck, emotionale Belastungen oder dauerhafte Anspannung dazu führen, dass der Körper in einem erhöhten Spannungszustand bleibt.

Dies kann sich beispielsweise durch Muskelverspannungen, innere Unruhe, Erschöpfung, Schlafprobleme oder ein verändertes Körpergefühl zeigen.

Im K.O.R.E. Reset wird der Zusammenhang zwischen Körper, Nervensystem und Wahrnehmung betrachtet. Durch gezielte Techniken wird der Körper dabei unterstützt, Spannungsmuster bewusster wahrzunehmen und wieder mehr Regulation und Balance zu entwickeln.

Ein ausgeglichenes Nervensystem bildet eine wichtige Grundlage für Beweglichkeit, Erholung und ein besseres Wohlbefinden im Alltag.

Stress & Nervensystem – den Körper verstehen, Regulation fördern und wieder mehr Balance finden.